Parkour Training – Darauf musst du achten

Parkour Training

Das Parkour Training sollte sehr flexibel und breit gefächert sein. Da der Kreativität des Traceurs keine Grenzen gesetzt sind, sollte es auch dem Parkour Training nicht an Diversität mangeln.

Höchste Priorität hat natürlich das Grundlagentraining. Die Basics sind wie das Fundament bei einem Haus. Man kann ohne eine gute Basis vielleicht ein paar Meter hoch bauen, aber ab einem gewissen Level wird das Haus in sich zusammenstürzen. So ist es auch beim Parkour Training. Wenn ihr ohne ausreichende Vorkenntnisse und Skills zu fortgeschrittene Elemente versucht, ist das Verletzungsrisiko extrem hoch. Eine falsche Landung und die Knöchel, Knie oder andere Gelenke oder Muskelgruppen machen sich schmerzbar bemerklich. Trainiert zuerst die Grundlagen! Wenn ihr diese beherrscht werdet ihr ein gewisses Körpergefühl entwickelt haben, was euch dann erlaubt in einer viel schnelleren Geschwindigkeit besser zu werden.

Ein Beispiel hierfür wäre zum Beispiel der Vorwärtssalto. Zerlegt den Move in seine Bestandteile. Anlauf, Absprung, Airtime und Landung. Den Anlauf sollte jeder einigermaßen hinbekommen. Beim Absprung gibt es schon mehr Faktoren die man beachten sollte. Die kinetische Energie des Anlaufs muss das sogenannte Blocken von der horizontalen in die vertikale umgeleitet werden um die größtmögliche Höhe zu generieren. Seit ihr in der Luft müsst ihr mit dem Oberkörper in Richtung eurer Knie gehen und nicht umgekehrt. Greift die Knie und wichtig, die Knie möglichst weit auseinanderbringen. Sonst kann es passieren, dass ihr euch die Knie selbst ins Gesicht haut. Nach der Rotation landet auf den Fußballen und rollt euch gegebenenfalls ab. So die Theorie. Aber nur die wenigsten schaffen das beim ersten Versuch. Deshalb sollte man im Vorfeld schon die Vorübungen absolviert haben. In diesem Beispiel könnten das die normale Rolle sein und dann darauf aufbauend die Sprungrolle. Wenn ihr die Sprungrolle kontrolliert und sauber durchführen könnt, könnt ihr euch an den Salto wagen.

Wenn ihr das Prinzip verinnerlicht habt und auch umsetzt, seid ihr schon viel sicherer unterwegs. Beim Parkour Training geht es nicht nur darum wie hart man trainiert, sondern auch sehr viel darum clever zu trainieren.

Neben den Parkour Elementen an sich gilt es auch die körperliche Fitness zu gewährleisten und die Muskeln zu stärken, damit diese wiederrum die Gelenke schützen können. Baut in eure Trainingsroutine Kraftübungen wie Liegestütze, Klimmzüge und Klimmzüge ein. Körpergewichtsübungen reichen hier in der Regel aus.

Neben der Kraftübung braucht ein rundum guter Traceur eine gute Flexibilität. Das Zauberwort bei der Dehnung heißt Durchhaltevermögen. Dehnen ist ein langsamer Prozess bei den meisten Menschen und er wird oft als sehr unangenehm empfunden. Nichtsdestotrotz ist es extrem wichtig in sein Parkour Training zu integrieren. Eine gute Dehnung hilft bei 99% der Moves und lässt sie besser aussehen. Im Idealfall sollte man sich jeden zweiten Tag eine halbe Stunde dehnen. Je öfter umso besser aber macht euch vorher immer warm, vor allem an kalten Tagen. Ist die Muskulatur nicht erwärmt, kann es sehr schnell zu Zerrungen oder dergleichen kommen und das soll nicht passieren.

Natürlich gehört auch der Erholungsprozess zu einem ausgereiften Parkour Training. Sorgt dafür, dass ihr genug schlaft und eurem Körper nicht überanstrengt. Hört auf seine Signale und macht auch mal ein Tag Trainingspause.

Ein weiterer zentraler Faktor ist die Ernährung. Achtet auf ein gutes Verhältnis von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Je nach Körpertyp und Genetik unterscheiden sich die Bedürfnisse. Lernt euren eigenen Körper kennen und tankt die richtigen Nährstoffe. Trinkt viel Wasser und versucht möglichst viel frisches Essen zu verzehren. Auf Dauer wird der Konsum von Fast Food euern Trainingsfortschritt vermindern. Durch eine gesunde Ernährung wird sich euer Körper schneller regenerieren und ihr werdet euch einfach rundum besser fühlen. Außerdem, wer mag kein stählernes Sixpack?

Das Parkour Training beschäftigt sich nicht nur mit den Körperlichen Grenzen. Auch auf mentaler Ebene wirst du dich hin und wieder deinen Ängsten stellen und dein Limit nach oben pushen müssen.
Nehme dir Zeit zum Entspannen und versuche dich auch gern in anderen Sportarten. Yoga und Meditation sind zwei Alternativen die ich dir an dieser Stelle ans Herz legen möchte. Jedem gesunden Körper sollte ein noch gesünderer Geist innewohnen. Yin und Yang.

Beachte diese Dinge und du wirst sicher und solide deine Parkour Fähigkeiten verbessern.
Vergiss aber nicht das wichtigste am Parkour Training.

Parkour Training muss Spaß machen, wo ist sonst der Sinn?

 

Berlin und Umgebung

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